Was man gegen Winterdepression machen kann

Zwar ist eine Winterdepression nur eine saisonale Verstimmung, jedoch kann sich eine richtige depressive Verstimmung sehr nachteilig auf das Arbeits- und Freundesumfeld auswirken. Es gibt geeignete Massnahmen, diese Depression zu verhindern.

Winter

Die Entstehung einer Winterdepression

Eine Winterdepression entsteht aufgrund von Sonnenlichtmangel. Durch das fehlende Sonnenlicht, das in diesem Winter besonders fehlt – denn laut des Deutschen Wetterdienstes ist dies der dunkelste und trübste Winter seit 40 Jahren – wird vom Körper das schlafmachende und stimmungsdrückende Schlafhormon Melatonin vermehrt produziert. Das Hormon Melatonin regelt den Rhythmus von Tag und Nacht eines Menschen. Es ist erforderlich, dass Tageslicht auch an den dunklen Tagen auf die Netzhaut trifft, damit keine Überproduktion von Melatonin entstehen kann.

Merkmale und Symptome

Symptome dieser Erkrankung sind neben der grundlosen Traurigkeit auch Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, wenig Energie und ein höheres Schlafbedürfnis. Die Arbeitsleistung und das Sozialverhalten kann dadurch beeinträchtigt werden.

Lösungsansätze zum entgegenwirken

Im Winter fehlt den Menschen das natürliche Tageslicht, das nicht durch künstliche Beleuchtung ersetzt werden kann. Deshalb ist es wichtig, dass man mindestens 30 Minuten Bewegung im Tageslicht an der frischen Luft hat. Dies erreicht man bereits mit einem Spaziergang, selbst wenn nur Wolken am Himmel zu sehen sind. Nach Möglichkeit sollte dies zu der Zeit geschehen, wenn das Tageslicht am hellsten ist, wie in der Mittagspause. Durch die Bewegung im Freien wird der Serotonin-Spiegel angekurbelt und die Stimmung hellt sich auf. Ein Stück Schokolade in Massen erhöht ebenfalls den Serotonin-Spiegel im Körper.

Soziale Kontakte mit Freunden zu pflegen sind ebenso wichtig. Falsch wäre es, sich zu Hause einzuigeln. Genauso hilfreich ist es, sich an schönen Dingen zu erfreuen, wie der letzten Urlaubsreise oder den schönen Stunden mit der Familie. Wenn alles nichts hilft, gibt es spezielle Lichttherapien, die mit einem kurzwelligen blauen Licht Tageslicht simulieren. Ein Gang ins Solarium ist überflüssig, weil es darum geht, das Licht mit der Netzhaut in Verbindung kommen muss und im Solarium müssen die Augen geschlossen werden wegen des UV-Lichts. Hinzu kommt, dass der Hautschaden grösser ist als der Effekt, die Stimmung aufzuhellen.

Bildquelle: pulsschlag.tv